Bauernhaus– Bäriswil
privat
Bäriswil, BE
2009-2012
abgeschlossen
Das 1909 erbaute, schützenswerte Bauernhaus wurde in zwei Etappen umfassend saniert und zu neuem Wohn- und Arbeitsraum umgenutzt. Dabei galt es, die charakteristischen Merkmale des Bestands zu bewahren und gleichzeitig zeitgemässe, grosszügige Wohnräume zu schaffen.
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem äusseren Erscheinungsbild und der Ablesbarkeit der unterschiedlichen Gebäudeteile. Eines der ursprünglichen grossen Tennentore blieb erhalten und dient heute als Sichtschutz. Dahinter öffnet eine grossflächige neue Fensterfront den Wohnraum und bringt viel Tageslicht in die ehemalige Tenne.
Im Rahmen der Sanierung wurde das gesamte Gebäude von innen gedämmt und mit neuen Fenstern ausgestattet. Im ursprünglichen Wohnteil konnten die bestehenden Holzgeschossdecken erhalten und saniert werden. Eine integrierte Fussbodenheizung verbindet die historische Bausubstanz mit zeitgemässem Wohnkomfort.
Sämtliche Eingriffe wurden in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons geplant und umgesetzt.
Bauherrschaft
Ort
Projektdauer
Status
Projektziel
Ziel der Sanierung war es, das schützenswerte Bauernhaus langfristig zu erhalten und gleichzeitig für zeitgemässe Wohn- und Arbeitsformen weiterzuentwickeln. Die charakteristischen Eigenschaften der beiden Gebäudeteile sollten auch nach dem Umbau klar erkennbar bleiben.
Neue bauliche Eingriffe wurden deshalb gezielt in den Bestand integriert. Insbesondere im ehemaligen Tennenbereich ermöglichte das Haus-im-Haus-Prinzip, grosszügige und helle Wohnräume zu schaffen, ohne die prägenden Fassadenelemente grundlegend zu verändern.
Die Sanierung verbindet damit den sorgfältigen Umgang mit historischer Bausubstanz mit einer neuen Nutzung, verbessertem Wohnkomfort und einer zeitgemässen räumlichen Organisation.
In einer ersten Sanierungsetappe im Jahr 2011 wurde der bestehende Wohnteil neu organisiert. Im Erdgeschoss und in den Obergeschossen entstanden zwei Wohnungen. Ergänzend wurde im Sockelgeschoss ein kleines Atelier mit direktem Zugang zur Strasse eingerichtet, das sich auch als Ladenlokal nutzen lässt.
2015 folgte der Umbau des ehemaligen Stall- und Tennenbereichs. Hier entstand eine grosszügige Maisonettewohnung auf zwei lichtdurchfluteten Ebenen. Die neue Wohnung wurde nach dem Haus-im-Haus-Prinzip als eigenständige, massive Konstruktion aus Beton und Mauerwerk in den Bestand eingefügt. Dadurch konnten die denkmalgeschützten Fassadenelemente aus Sichtmauerwerk und Holz weitgehend erhalten werden.